Nach dem Schulhausneubau 2012 und der Sanierung des Schulhauses 1957, die 2015/2016 abgeschlossen wurde, steht nun noch die Erneuerung der 1971 erbauten Turnhalle Burgweg an.

Die Hüttwiler Stimmbürger haben sich an einer Umfrage an der Gemeindeversammlung vom Januar 2016 dahingehend geäussert, dass man an einer Erweiterung der Turnhallenkapazität für die Vereine interessiert ist. Die Baukommission, in der auch eine Delegation des Gemeinderats Hüttwilen Einsitz hat, ist seit November 2015 an der Arbeit. Nach der Ermittlung der Raumbedürfnisse, stand die Analyse der bestehenden Turnhalle im Vordergrund. Die Halle, müsste nicht nur energetisch umfassend saniert werden, sondern genügt auch den heute gültigen Normen für die Erdbebensicherheit nicht mehr.

Da auch die neuen Raumbedürfnisse nicht entsprechend abgedeckt werden könnten, hat man sich entschieden, einen Neubau in Betracht zu ziehen. Eine Machbarkeitsstudie hat ergeben, dass am jetzigen Standort, Platz für eine grössere Doppelsporthalle wäre. Im Untergeschoss möchte die Gemeinde die Schutzräume um 100 Plätze erweitern sowie die Truppenunterkunft erhalten und erneuern. Auch aufgrund dieser Studie hat die Baukommission für dieses Projekt ein Kostendach von sieben Millionen Franken definiert. Die Ausschreibung für die Architekturleistung erfolgte im Amtsblatt. 11 Architekturbüros haben sich für die Präqualifikation beworben. Im 2-stufigen Planerwahlverfahren hat sich die Jury, aufgrund der definierten Zuschlagskriterien, für Emanuel Marbach Architekturatelier GmbH, Frauenfeld entschieden. Die Vergabe erfolgte für die Projektierungsphase, die Weiterbearbeitung unter Vorbehalt der Kreditgenehmigung.

Die Vorprojektphase wird Ende November 2016 abgeschlossen. Im Neubau sind eine, mit einer mobilen Wand trennbare, Doppelturnhalle 24 x 26 m, die notwendigen Garderoben- und Geräteräume, ein Singsaal, sowie ein Aufenthaltsbereich enthalten. Das Projekt erlaubt für die Sekundarschule eine höhere Flexibilität bei der Stundenplangestaltung und dem Vereinssport bessere Kapazitäten, vor allem beim Nachwuchs.

Das weitere Vorgehen sieht nun bis März 2017 die Erarbeitung des Bauprojekts und der Botschaft vor, im Mai 2017 ist die Abstimmung über den Baukredit geplant - und falls die Sekundarschulgemeinde und die politische Gemeinde der Kreditvorlage zustimmen, könnte die Halle bereits im August 2018 bezogen werden.

Martin Hübscher